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Gemini 4 Carbon: Was es kann und ob Du es schon nutzen kannst

Gemini 4 Carbon ist das neueste KI-Modell von Google. Google nennt es sein bisher stärkstes Modell.

Ausprobieren kannst Du Carbon allerdings noch nicht. Was soll es besser können, und womit arbeitest Du bis dahin?

Wir haben selbst nachgesehen, ob Carbon schon in der Gemini-App oder in Googles Entwickler-Werkzeug AI Studio auftaucht. Die bisherigen Leistungstests übersetzen wir in einfache Worte. So erkennst Du, bei welchen Aufgaben Carbon gegen den Vorgänger Argon, gegen Claude und ChatGPT punktet.

Das Wichtigste in Kürze

Gemini 4 Carbon ist Googles neues KI-Modell und laut Google das bisher stärkste. Seine Stärken: lange Aufgaben mit vielen Schritten, Programmieren und das Finden von Sicherheitslücken. Nutzen kannst Du Carbon noch nicht: Zuerst bekommen es ausgewählte Sicherheitsteams. Termin und Abo nennt Google nicht. Bis dahin ist Gemini 4 Argon Googles stärkstes nutzbares Modell, ab dem Abo Google AI Pro.

  • Selbst mit dem Abo Google AI Ultra fehlt Carbon bisher in der Gemini-App.
  • Eine Warteliste für Privatpersonen gibt es nicht, Googles Vorab-Programm Fairwind ist nur für Organisationen.
  • In den Gesamtwertungen unabhängiger Tests liegt Carbon knapp vor Claude Opus 5.5, bei Websites dahinter.
  • Welches Abo Carbon bekommt, ist offen: Entscheide nach dem, was die Abos heute bieten.
Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist Gemini 4 Carbon?
  2. Was Carbon besser können soll
  3. Kann ich Carbon schon nutzen?
  4. Warum zuerst Sicherheitsteams?
  5. Carbon vs. Argon
  6. Benchmarks einfach erklärt
  7. Vergleich mit Claude und ChatGPT
  8. Was kostet Carbon?
  9. Was Du bis dahin nutzt
  10. Offene Fragen
  11. Fazit
  12. Häufige Fragen

Was ist Gemini 4 Carbon?

Gemini 4 Carbon ist das neue Spitzenmodell von Google DeepMind, Googles KI-Abteilung. Oft heißt es auch kurz Gemini Carbon. Ein KI-Modell ist das „Gehirn“ hinter einem KI-Assistenten: In der Gemini-App chattest Du, das Modell berechnet die Antworten.

Google hat Carbon am 28. Oktober 2026 angekündigt (Google-Blog). Nach Gemini 4 Argon ist es das zweite große Modell der Gemini-4-Reihe. Dazu gehört noch eine Robotik-Variante von Argon (Google DeepMind). Seine größten Stärken sieht Google bei langen Aufgaben mit vielen Schritten und bei der Cybersicherheit, also dem Schutz von Software und Daten vor Angriffen.

Gemini 4 Carbon auf einen Blick

MerkmalGemini 4 Carbon
Wer es nutzen kannbisher nur ausgewählte Sicherheitsteams, später weitere Partner des Fairwind-Programms; Testdienste konnten es vorab messen
In der Gemini-Appnoch nicht, auch nicht mit Google AI Ultra (unsere Prüfung)
Für Entwickler (API)noch nicht, Preis schon angekündigt (Preise)
Wie viel Text auf einmal (Kontextfenster)laut dem unabhängigen Testdienst Artificial Analysis 1 Million Token (Textbausteine), also sehr lange Dokumente
Versteht und antwortet mitversteht Text, Bilder, gesprochene Sprache und Videos, antwortet nur mit Text (laut Artificial Analysis)

Was soll Gemini 4 Carbon besser können?

Gemini 4 Carbon soll vor allem lange, verschachtelte Aufgaben zuverlässiger erledigen. Selbst testen konnten wir Carbon noch nicht, die Punkte stammen von Google und unabhängigen Tests:

  • Aufgaben mit vielen Schritten: Carbon soll mehrstufige Pläne zuverlässiger bis zum Ende abarbeiten. Dabei tut es laut Google seltener Dinge, um die niemand gebeten hat, und lässt seltener einen Teil der Aufgabe liegen.
  • Unklare Aufträge: Hier soll Carbon laut Google zuerst passende Quellen holen. Widersprüche zeigt es Dir, bevor es handelt. Fehlt ein Beleg, nennt es, was noch fehlt.
  • Sehr lange Unterlagen: Im Test GraphWalks muss ein Modell Zusammenhänge in riesigen Textmengen finden. Solche Prüfungen mit festen Aufgaben heißen Benchmarks. Carbon erreicht 96,2 Prozent, Argon 84,2 Prozent (Google DeepMind). Das betrifft etwa Aufträge, bei denen Du viele lange Dokumente auf einmal auswerten lässt.
  • Programmieren: Sicheren Code schreibt Carbon laut Google mehr als doppelt so oft wie Argon.
  • Sicherheitslücken finden und schließen: Das ist neben den langen Aufgaben Carbons größte Stärke (mehr zur Sicherheit).

Kann ich Gemini 4 Carbon schon nutzen?

Nein, für normale Nutzer ist Gemini 4 Carbon noch nicht verfügbar. Google gibt es zuerst einer ausgewählten Gruppe von Cyber-Verteidigern (Google-Blog). Das sind Sicherheitsteams, die Netzwerke und Software vor Angriffen schützen.

Danach sollen schrittweise weitere geprüfte Partner aus Googles Fairwind-Programm folgen.

Unsere Prüfung: Carbon fehlt in der App und in AI Studio

Am 31. Oktober 2026 haben wir mit dem Abo Google AI Ultra selbst nachgesehen.

Die Modellauswahl im Eingabefeld der Gemini-App bietet mit diesem Abo 3.5 Flash-Lite, 3.8 Flash, 3.1 Pro und als neuestes Modell 4 Argon an. Carbon fehlt:

Modellauswahl der Gemini-App mit Google AI Ultra: 3.5 Flash-Lite, 3.8 Flash, 3.1 Pro und 4 Argon (markiert), Gemini 4 Carbon fehlt

Auch in Google AI Studio fehlt Carbon. Das ist Googles Web-Werkzeug, in dem Entwickler die Modelle ausprobieren.

Die Modellsuche nach „carbon“ meldet dort am selben Tag „No model matches your search“, also keinen Treffer:

Modellsuche nach „carbon“ in Google AI Studio mit der Meldung „No model matches your search“

Carbon fehlt außerdem in Googles Übersicht der Modelle je Abo (Google-Hilfe) und in den Versionshinweisen der Gemini-App. Auch die Modellliste für Entwickler (Gemini API) führt es nicht.

Wann startet Carbon für Entwickler und Privatnutzer?

Ein Datum für den allgemeinen Start von Gemini 4 Carbon gibt es nicht. Google verspricht Entwicklern, Unternehmen und Privatnutzern nur einen Start so bald wie möglich.

Einen Anhaltspunkt liefert der Vorgänger Gemini 4 Argon: Google stellte Argon am 30. September 2026 zuerst nur ausgewählten Partnern vor (Google-Blog). Allgemein verfügbar wurde es 13 Tage später, am 13. Oktober, in der Gemini-App ab Google AI Pro und für Entwickler (Google-Blog).

Ob Google bei Carbon genauso vorgeht, ist offen.

Gibt es Gemini 4 Carbon in Deutschland?

Für normale Nutzer gibt es Carbon noch nirgends, also auch nicht in Deutschland.

Die Abos Google AI Plus, Pro und Ultra kannst Du in Deutschland buchen, ab 18 Jahren wie überall im Europäischen Wirtschaftsraum (Google-Hilfe).

Den Vorgänger Argon hat Google weltweit eingeführt (Google-Blog). Ob Carbon hier zur selben Zeit startet wie in anderen Ländern, ist offen.

Warum bekommen zuerst nur Sicherheitsteams Carbon?

Carbon findet Sicherheitslücken in Software besonders gut und kann sie auch ausnutzen. Das hilft Verteidigern, könnte aber auch Angreifern nützen (Google DeepMind). Google spricht von einem bewusst vorsichtigen Start und nimmt am freiwilligen Vorab-Testverfahren der US-Regierung für neue Modelle teil (Google-Blog).

Keine Sorge: Für alle freigeben will Google Carbon erst, wenn es weitere Rückmeldungen gesammelt und die Schutzmaßnahmen verbessert hat.

Die Werte unten stammen aus Googles Vergleichstabelle. Carbons Werte zur Cybersicherheit hat Google laut eigener Angabe ohne die eingebauten Schutzfilter gemessen (Google-Blog):

  • SEC-bench Pro, echte Schwachstellen in Software aufspüren: Carbon 88,2 Prozent der Aufgaben, Argon 83,4 Prozent.
  • ExploitGym, einen Exploit bauen, also ein Vorgehen, das die Lücke tatsächlich ausnutzt: Carbon 54,8 Prozent, Argon 42,0 Prozent.
  • CWE-bench, einen funktionierenden Patch liefern, also eine Korrektur, die die Lücke schließt: Carbon 71,0 Prozent, Argon 68,0 Prozent.

Eine Modellkarte, also Googles offizielles Datenblatt zum Modell, oder einen eigenen Sicherheitsbericht zu Carbon hat Google bisher nicht veröffentlicht (Modellkarten, Sicherheitsberichte).

Wie gut ist Carbon gegen Prompt Injection geschützt?

Im Test des Sicherheitsanbieters Gray Swan kam laut Google kein einziger Prompt-Injection-Angriff bei Carbon durch, also keine versteckte Anweisung, die die KI umlenken sollte. Bei Argon waren es 0,7 Prozent (Google-Blog).

Solche Anweisungen stecken etwa in Webseiten oder Dateien. Wichtig wird das, sobald eine KI für Dich Webseiten liest oder Dateien öffnet.

Fairwind: An wen Google Carbon schrittweise verteilt

Das Fairwind-Programm ist Googles Zugang für geprüfte Organisationen der Cyberabwehr. Es startete am 2. September 2026 (Google-Blog). Laut Google DeepMind arbeiten derzeit über 650 Partner weltweit mit.

Vorrang haben Regierungen und Cyberbehörden, Betreiber kritischer Infrastruktur etwa aus Gesundheit, Energie und Finanzen sowie große Technik-Plattformen (Google DeepMind). Die Programmseite nennt bisher nur Argon, Carbon kündigt Google im Blog an.

Den Zugang beantragt eine Organisation über ihren Ansprechpartner bei Google Cloud, Googles Angebot für Unternehmen. Google prüft sie vorher.

Als Privatperson kommst Du über Fairwind also nicht an Carbon. Eine öffentliche Warteliste gibt es nicht.

Gemini 4 Carbon vs. Argon: Was ist neu?

In Googles Vergleichstabelle liegt Gemini 4 Carbon in allen 17 Tests vor Gemini 4 Argon. Am deutlichsten ist der Abstand beim Ausnutzen von Sicherheitslücken, bei sehr langen Texten und bei wissenschaftlichen Aufgaben.

Nutzen kannst Du heute aber nur Argon, in der Gemini-App ab dem Abo Google AI Pro.

Die Prozentzahl zeigt, wie gut ein Modell die Aufgaben eines Benchmarks gelöst hat. Höher ist besser.

Das sind die größten Sprünge:

Was getestet wirdArgonCarbon
Programmieraufgaben im Terminal, dem Textfenster für Befehle (Terminal-Bench 4.0)57,1 %65,2 %
einen Computer selbstständig bedienen (Agents' Last Exam)69,0 %77,4 %
Zusammenhänge in riesigen Textmengen finden (GraphWalks)84,2 %96,2 %
wissenschaftliche Aufgaben im Terminal (Terminal-Bench-Science)52,9 %64,8 %
Sicherheitslücken ausnutzen (ExploitGym)42,0 %54,8 %

Alle Werte stammen aus der Benchmark-Tabelle von Google DeepMind. Wie Google gemessen hat, beschreibt es in einem eigenen Methodik-Dokument (PDF, Englisch).

Über kurze Alltagsfragen im Chat sagen diese Fachtests wenig aus. Näher dran ist die Text-Rangliste der Arena, in der Menschen Antworten bewerten: Dort liegen Carbon (vorläufig Platz 1) und Argon (Platz 2) fast gleichauf. Beim Bauen von Websites liegt Carbon auf Platz 4, Argon nur auf Platz 11 (Arena WebDev).

Wie gut ist Gemini 4 Carbon? Benchmarks einfach erklärt

Gemini 4 Carbon hat in Googles Vergleichstabelle in 15 von 17 Tests den besten Wert (Google DeepMind). Bei Artificial Analysis steht es mit 59 Punkten auf Platz 1, in der Text-Rangliste der Arena vorläufig ebenfalls.

Ein unabhängiger Wissenstest sieht dagegen Argon vorn: Es rät seltener, wenn es eine Antwort nicht weiß.

Was Googles Vergleichstabelle zeigt

Verglichen hat Google Carbon mit Argon, mit GPT-6 Astra von OpenAI sowie mit Claude Opus 5.5 und Claude Fable 5.1 von Anthropic.

Die Zählung „15 von 17“ stammt von uns, nachgezählt in der Tabelle von Google DeepMind. Zwei Tests gehen an die Konkurrenz.

Im Programmiertest FrontierSWE 2 liegen GPT-6 Astra und knapp auch Claude Opus 5.5 vorn. Die KI arbeitet dort als Agent, erledigt eine Aufgabe also selbstständig in vielen Schritten. In den beiden anderen Programmiertests mit Agenten, SWE-sweep und Terminal-Bench 4.0, hat Carbon den besten Wert.

Beim Bedienen eines Computers im Test OSWorld führt Claude Opus 5.5.

Gut zu wissen: Die Tabelle mischt Messungen von Google mit Werten aus externen Ranglisten und Herstellerangaben der Konkurrenz (Methodik-Dokument, PDF, Englisch). Claude Sonnet 5.5, ein weiteres Claude-Modell, fehlt dort ganz.

Was unabhängige Tests sagen

Drei unabhängige Testdienste haben Carbon schon vorab gemessen.

  • Artificial Analysis fasst viele Tests zu einer Gesamtnote zusammen, gemessen mit der Stufe „High“ beim Denkaufwand. Der Denkaufwand legt fest, wie gründlich ein Modell vor der Antwort nachdenkt, „High“ ist eine gründliche Stufe. Carbon steht dort auf Platz 1, Argon liegt 9 Punkte dahinter (Artificial Analysis, 31. Oktober 2026).
  • In der Arena vergleichen Menschen zwei anonyme Antworten und wählen die bessere. Daraus entstehen eine Rangliste für Texte (Arena) und eine fürs Bauen von Websites (Arena WebDev), beide mit Stand vom 27. Oktober 2026.
  • Vals AI prüft Aufgaben aus Finanzen, Steuern, Recht und Programmierung. Im Vals Index liegt Claude Sonnet 5.5 mit 70,9 Prozent knapp vor Carbon (Vals AI, 29. Oktober 2026).

Carbons Arena-Plätze sind noch vorläufig, weil erst wenige Stimmen vorliegen.

Halluziniert Gemini 4 Carbon weniger?

Laut Google ja. Im unabhängigen Wissenstest rät Carbon bei Wissenslücken zwar öfter als Argon, aber viel seltener als Claude Opus 5.5 und GPT-6 Astra.

Eine Halluzination ist eine Antwort, die eine KI erfindet, statt zuzugeben, dass sie etwas nicht weiß.

Google meldet aus internen Tests, dass Carbon etwa halb so viele Behauptungen ohne Beleg aufstellt wie Argon (Google-Blog).

Im Wissenstest AA-Omniscience von Artificial Analysis beantwortet Carbon 58 Prozent der Fragen richtig, Argon 48 Prozent. Weiß Carbon eine Antwort nicht, rät es aber in 11 von 100 Fällen trotzdem, Argon nur in 4 (Artificial Analysis).

Claude Opus 5.5 und GPT-6 Astra beantworten dort etwas mehr Fragen richtig als Carbon, raten aber viel öfter: Opus 5.5 in mindestens jedem zweiten Fall, Astra in 43 bis 50 von 100 Fällen, je nach Stufe beim Denkaufwand (Artificial Analysis).

Ein echter Widerspruch muss das nicht sein: Google zählt Behauptungen ohne Beleg, Artificial Analysis das Raten bei Wissensfragen. Zahlen, Namen und Termine aus einer KI-Antwort prüfst Du deshalb bei jedem Modell selbst nach.

In unserem Argon-Test vom 14. Oktober 2026 stehen noch Werte aus einer älteren Fassung dieses Wissenstests, dort rät Argon in 15 von 100 Fällen.

Gemini 4 Carbon vs. Claude Opus 5.5 und ChatGPT (GPT-6 Astra)

In den Gesamtwertungen liegt Gemini 4 Carbon knapp vor Claude Opus 5.5 und vor GPT-6 Astra, dem Spitzenmodell von OpenAI für ChatGPT.

Beim Bauen von Websites und im Programmiertest FrontierSWE 2 liegen beide vor Carbon. Im Computer-Test OSWorld führt Claude Opus 5.5.

TestCarbonOpus 5.5GPT-6 Astra
Gesamtnote von Artificial Analysis595857
Vals Index70,4 %70,2 %65,0 %
Arena Texte (Platz)1337
Arena Websites (Platz)412
Programmieren mit Agenten (FrontierSWE 2)61,2 %62,3 %65,5 %
Computer bedienen (Agents' Last Exam)77,4 %71,6 %73,1 %
Computer bedienen (OSWorld-2.1)81,5 %87,2 %80,9 %
In der App nutzbarnoch nichtab Claude Proab ChatGPT Plus (nur in Work und Codex)

Fett ist der beste Wert der drei Modelle. Bei den Arena-Plätzen ist die kleinere Zahl besser. Sie zeigen, welche Antworten Menschen im direkten Vergleich bevorzugen.

Work und Codex sind die Bereiche von ChatGPT für längere Aufgaben und fürs Programmieren.

Quellen und Stand der Ranglisten stehen bei den unabhängigen Tests, die übrigen Werte bei Google DeepMind. Die Abo-Zeile stammt für Claude Opus 5.5 von der Preisseite von Anthropic (31. Oktober 2026), für ChatGPT aus unserem Artikel zu den ChatGPT-Modellen (Stand: 9. Oktober 2026).

Für Dich heißt das: Carbons knapper Vorsprung in den Gesamtwertungen nützt Dir erst, wenn es in der App ist. Für Websites und Design ist Claude Opus 5.5 nach der Arena-Rangliste und unserem Argon-Test die bessere Wahl.

Mehr zu beiden Apps steht in ChatGPT vs. Claude. Den Vergleich mit Gemini und weiteren KIs in eigenen Praxistests liest Du in Welche KI ist die beste?

Was kostet Gemini 4 Carbon?

Für Entwickler kostet Gemini 4 Carbon zum Start 2 US-Dollar je Million Token, die Du an Carbon schickst, und 10 US-Dollar je Million Token, die Carbon schreibt (Google-Blog). Nach der Einführungszeit gelten 4 und 20 US-Dollar.

Nutzt Du nur die Gemini-App, zahlst Du nur Dein Abo. Dort hat Carbon noch keinen Preis, denn es steckt in keinem Google-AI-Abo.

Preise für Entwickler (API, in US-Dollar)

Entwickler bauen Carbon über die API ein, Googles Schnittstelle für eigene Programme.

Google rechnet in Token ab, kleinen Textbausteinen von etwa der Größe eines Wortteils.

Mit 2 und 10 US-Dollar startet Carbon zum selben Einführungspreis wie Argon (Google-Blog). Wie lange er gilt, sagt Google für Carbon nicht, bei Argon endet er am 30. November 2026 (Preisseite der Gemini API).

Lohnt sich ein Google-AI-Abo jetzt schon?

Heute bringt Dir ein Abo ab Google AI Pro vor allem Gemini 4 Argon. In welches Abo Carbon kommt und ob es eine kostenlose Version gibt, hat Google offengelassen.

So verteilen sich die Modelle auf die Abos:

AboPreis im MonatModelle in der Gemini-App
Kostenlos0 EuroAutomatic: Gemini wählt selbst ein Modell der Gemini-3-Reihe, meist Flash-Lite, bei kniffligen Fragen auch Flash oder 3.1 Pro
Google AI Plus4,99 EuroFlash-Lite, Flash und 3.1 Pro
Google AI Pro21,99 Eurozusätzlich Gemini 4 Argon
Google AI Ultra99,99 oder 219,99 Eurowie Google AI Pro, mit 5- bzw. 20-mal so hohen Nutzungsgrenzen wie Pro

Die Preise stammen von der Tarifseite von Google, die Modelle aus der Google-Hilfe, beides abgerufen am 31. Oktober 2026. Nutzungsgrenzen legen fest, wie viel Du in einem Zeitraum mit einem Modell arbeiten kannst.

Nicht verwechseln: Google AI Pro ist ein Abo, 3.1 Pro ein Modell der älteren Gemini-3-Reihe. Selbst auswählen kannst Du 3.1 Pro erst ab Google AI Plus, ohne Abo setzt Automatic es nur bei kniffligen Fragen ein.

Unsere Empfehlung: Entscheide nach dem, was es heute gibt. Für einfache Alltagsfragen reicht die kostenlose App, und Googles stärkstes nutzbares Modell bekommst Du mit Gemini 4 Argon ab Google AI Pro.

Ob sich Google AI Pro für Argon lohnt und wann Ultra, zeigt unser Test von Gemini 4 Argon.

Bis Carbon kommt: Gemini 4 Argon und die Alternativen

Bis Gemini 4 Carbon kommt, lässt Du ohne Abo die Einstellung Automatic stehen. Ab dem Abo Google AI Pro nimmst Du Gemini 4 Argon, Googles derzeit stärkstes Modell in der App. Im Einzelnen (Google-Hilfe):

  • Ohne Abo: Argon ist gesperrt. Für schwierige Fragen kannst Du laut Google den Denkaufwand auf „Hoch“ stellen, sonst wählt Automatic selbst.
  • Mit Google AI Plus: Für komplexe Aufgaben und anspruchsvolles Programmieren ist laut Google das Modell 3.1 Pro gedacht.
  • Mit Google AI Pro oder Ultra: Für schwierige Aufgaben nimmst Du 4 Argon mit dem Denkaufwand „Hoch“ (Argon und Denkaufwand auswählen). Für einfache Fragen reicht 3.8 Flash. Das schont Deine Nutzungsgrenze, denn größere Modelle verbrauchen laut Google mehr davon.

Welches Gemini-Modell in welchem Abo steckt und wofür es passt, zeigt unsere Übersicht Gemini Modelle.

In unserem Argon-Test mit neun Praxisaufgaben war Argon in acht davon zuerst fertig. Vorn lag es bei beiden Text-Aufgaben.

Beim Design lag Claude Opus 5.5 vorn, bei der Recherche ChatGPT.

Wie sich Argon in der Praxis schlägt, zeigt dieser Test:

Für gründliche Recherchen in Gemini gibt es Deep Research. Wie Du Gemini einrichtest und im Alltag nutzt, zeigt unser Gemini Tutorial.

So prüfst Du, ob Carbon schon da ist

Neue Modelle erscheinen in der Modellauswahl im Eingabefeld der Gemini-App:

  1. Öffne gemini.google.com und melde Dich mit Deinem Google-Konto an.
  2. Klicke im Eingabefeld rechts auf den Knopf mit dem Modellnamen. Ohne Abo steht dort Gemini Automatic, mit Abo der Name des gewählten Modells, zum Beispiel Flash.

So sah die Auswahl ohne Abo in unserem Argon-Test am 14. Oktober 2026 aus, mit Schloss bei 3.1 Pro und 4 Argon:

Modellauswahl der Gemini-App ohne Abo am 14. Oktober 2026: Knopf Gemini Automatic und 4 Argon mit Schloss markiert
  1. Sieh die Liste durch. Steht dort ein Eintrag mit Carbon im Namen und ohne Schloss davor, kannst Du es auswählen. Mit Schloss reicht Dein Abo dafür noch nicht.

Fehlt der Eintrag, ist Carbon für Dein Konto noch nicht freigeschaltet.

Offene Fragen zu Gemini 4 Carbon

Google hat bisher weder Termin noch Abo für Gemini 4 Carbon genannt. Offen sind außerdem diese Punkte:

  • Kostenlose Version: ob es Carbon auch ohne Abo geben wird.
  • Deutschland: ob Carbon hier zur selben Zeit startet wie in anderen Ländern.
  • Einführungspreis: wie lange die günstigeren API-Preise für Carbon gelten.
  • Modellkarte: das offizielle Datenblatt mit technischen Angaben wie dem Kontextfenster.
  • Zukunft von Argon: ob Argon nach dem Start von Carbon in der App bleibt.

Gemini 4 Carbon auf einen Blick:

Infografik: Gemini 4 Carbon mit Zeitleiste von Argon zu Carbon, Stärken, den Modellen, die Du heute nutzen kannst, und drei Schritten zur Prüfung in der Gemini-App

Fazit

Gemini 4 Carbon ist Googles bisher stärkstes Modell. Bei Artificial Analysis steht es auf Platz 1, in der Text-Rangliste der Arena vorläufig ebenfalls.

Noch ist Carbon aber nicht freigegeben. Termin und Abo nennt Google bisher nicht.

Bis dahin lässt Du ohne Abo die Einstellung Automatic stehen. Ab Google AI Pro nimmst Du für schwierige Aufgaben Gemini 4 Argon, für Websites und Design eignet sich Claude Opus 5.5.

Wirf ab und zu einen Blick in die Modellauswahl: Sobald dort Carbon auftaucht, kannst Du es ausprobieren.

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Häufige Fragen

Ist Gemini 4 Carbon kostenlos?

Für normale Nutzer gibt es Gemini 4 Carbon bisher weder kostenlos noch im Abo. Freigegeben ist es nur für ausgewählte Sicherheitsteams. Eine kostenlose Version hat Google nicht angekündigt. Ohne Abo wählt die Gemini-App selbst ein Modell der Gemini-3-Reihe aus, Gemini 4 Argon gibt es erst ab dem Abo Google AI Pro für 21,99 Euro im Monat.

Kann ich Gemini 4 Carbon zum Programmieren nutzen?

Noch nicht. Gemini 4 Carbon ist weder in der Gemini-App noch über die Gemini API, Googles Schnittstelle für Entwickler, freigegeben. Bei Programmieraufgaben, die eine KI selbstständig erledigt, liegt Carbon in Googles Vergleichstabelle in zwei von drei Tests vorn, nur in FrontierSWE 2 liegen GPT-6 Astra und Claude Opus 5.5 davor. Bis dahin nutzt Du Gemini 4 Argon oder Opus 5.5.

Ersetzt Gemini 4 Carbon das bisherige Gemini 4 Argon?

Das ist noch offen. Gemini 4 Carbon ist ein eigenes, stärkeres Modell der Gemini-4-Reihe. Ob Gemini 4 Argon nach dem Start von Carbon weiter in der Gemini-App auswählbar bleibt, hat Google bisher nicht angekündigt.

Kann Gemini 4 Carbon Bilder erstellen?

Nach Angaben des Testdienstes Artificial Analysis nicht: Laut dieser Messung antwortet Gemini 4 Carbon nur mit Text. Verstehen kann es Text, Bilder, gesprochene Sprache und Videos, und ein besseres Verständnis solcher Inhalte nennt Google als einen Schwerpunkt. Bilder erstellt in der Gemini-App ein eigenes Bildmodell namens Nano Banana.

Was bedeutet „High“ bei Gemini 4 Carbon?

„High“ ist die Stufe beim Denkaufwand, mit der Testdienste wie Artificial Analysis und die Rangliste Arena Gemini 4 Carbon gemessen haben. Der Denkaufwand legt fest, wie gründlich ein Modell vor der Antwort nachdenkt. „High“ ist eine gründliche Stufe, die dafür mehr Zeit braucht. In der deutschen Gemini-App heißt diese Stufe „Hoch“.

Woher kommt der Name Gemini 4 Carbon?

Carbon ist das englische Wort für Kohlenstoff, eine Erklärung zum Namen gibt Google aber nicht. Argon ist ebenfalls ein chemisches Element. Laut einem Bericht von Business Insider vom Oktober 2026, also vor der Ankündigung, testete Google intern Modellvarianten namens Argon, Barium und Carbon. Die Anfangsbuchstaben folgen dem Alphabet, bestätigt hat Google dieses Muster nicht.

Gibt es Gemini 4 Pro, Ultra oder Flash?

Nein. Zur Gemini-4-Reihe gehören bisher Gemini 4 Argon, eine Robotik-Variante davon und Gemini 4 Carbon. Ein Gemini 4 Pro, Ultra oder Flash hat Google nicht angekündigt. Google AI Pro und Google AI Ultra sind Namen von Abos, und „3.1 Pro“ in der Modellauswahl gehört zur älteren Gemini-3-Reihe.

Kann ich mich für das Fairwind-Programm bewerben?

Als Privatperson nicht. Das Fairwind-Programm von Google richtet sich an Organisationen wie Regierungen, Cyberbehörden, Betreiber kritischer Infrastruktur und große Technik-Plattformen. Sie beantragen den Zugang über ihren Ansprechpartner bei Google Cloud, und Google prüft sie vorher.

Jan Weber

Jan Weber schreibt Tutorials für AiErfolg.