KI
ChatGPT vs. Claude (2026): Welches Abo lohnt sich wofür?
Wer für KI bezahlen will, landet schnell beim Duell ChatGPT vs. Claude. Beide Assistenten schreiben Texte und suchen bei Bedarf im Netz nach aktuellen Infos.
Im Alltag unterscheiden sie sich aber deutlich, etwa bei Bildern und langen Dokumenten. Wir haben beiden dieselben fünf Aufgaben aus dem Berufsleben gestellt, von der Kundenmail bis zum Preisrechner, und die Antworten nebeneinandergelegt.
Mit unseren Ergebnissen siehst Du schnell, welches Abo zu Deinen Aufgaben passt und wann sich sogar beide zusammen lohnen.
Das Wichtigste in Kürze
Für die meisten Text- und Denkarbeiten empfehlen wir Claude: Es liefert konkrete Texte und gründliche Auswertungen, liest sehr lange Dokumente auf einmal und kostet so viel wie ChatGPT Plus. Bilder erstellt nur ChatGPT, Claude kann das nicht. Beide gibt es kostenlos. Die stärkeren Modelle, GPT-6 mit Denkstufen und Opus 5.5, bekommst Du ab ChatGPT Plus bzw. Claude Pro.
- Für Texte und Auswertungen ist Claude unsere erste Wahl, für Bilder ChatGPT.
- ChatGPT Plus und Claude Pro kosten monatlich gleich viel, einen günstigeren Einstiegstarif bietet nur ChatGPT.
- ChatGPT zeigt im kostenlosen Tarif und im günstigen Einstiegstarif Go Werbung, Claude ist werbefrei.
- Zum Ausprobieren reichen die kostenlosen Versionen von beiden.
Inhaltsverzeichnis
ChatGPT oder Claude: Welches Abo lohnt sich wofür?
Für die meisten Text- und Denkarbeiten im Arbeitsalltag empfehlen wir Claude, für Bilder ChatGPT. Claude Pro kostet so viel wie ChatGPT Plus und wird bei jährlicher Zahlung günstiger (Preisseite von Claude).
Bilder erzeugt Claude gar nicht, ChatGPT dagegen in allen Tarifen. Mit Go hat ChatGPT außerdem einen Einstiegstarif für 7,99 Euro im Monat (deutscher App Store).
Im Praxistest gingen je zwei Aufgaben an ChatGPT und an Claude, eine endete unentschieden. Claude schrieb die konkretere Kundenmail und fand in einer Verkaufstabelle einen wichtigen Grund für einen schwachen Monat. ChatGPT gewann die Recherche und das Bild.
Den Ausschlag geben für uns Claudes etwas konkretere Texte, die tiefere Auswertung und sein viel größeres Kontextfenster. Das ist die Textmenge, die die KI in einem Chat auf einmal im Blick behält.
Claude Pro fasst bis zu 1 Million Token, also Textbausteine von etwa einem Wortteil (Claude-Hilfe). Das ist ein Vielfaches von ChatGPT Plus (Vergleich in der Tabelle).
Als Modell, also als Version der KI, bekommst Du in Claude Pro Opus 5.5. In der unabhängigen Rangliste von Artificial Analysis liegt es derzeit auf Platz 1 (was die Rangliste misst).
Unsere Empfehlung je Aufgabe
Die Tabelle zeigt, welches Abo wir für welche Aufgabe nehmen würden:
| Wenn Du … | Unsere Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| KI nur ab und zu nutzt | die kostenlose Version von beiden | reicht für gelegentliche Fragen, und Du findest ohne Kosten heraus, welcher Stil Dir liegt |
| vor allem Texte, E-Mails und Berichte schreibst | Claude Pro | im Test etwas konkretere Texte mit weniger Floskeln |
| Tabellen und lange Dokumente auswertest | Claude Pro | im Test die tiefere Auswertung, liest sehr lange Dokumente in einem Chat |
| regelmäßig Bilder für Beiträge oder Präsentationen brauchst | ChatGPT Plus | Claude erzeugt keine Bilder |
| viel Aktuelles mit Quellen recherchierst | ChatGPT Plus | im Test direkt mit der offiziellen Quelle |
| programmierst oder kleine Apps baust | Claude Pro | Claude Code ist mit den Claude-Modellen aus unserer Erfahrung deutlich stärker als Codex von OpenAI; Codex gibt es dafür schon im kostenlosen Tarif in begrenzter Menge |
| wenig ausgeben, aber mehr als die Gratisversion willst | ChatGPT Go | der einzige bezahlte Tarif der beiden unter 10 Euro im Monat |
| täglich viele Stunden mit KI arbeitest | Claude Max oder ChatGPT Pro | bei Claude Max 5- oder 20-mal so viel Nutzung wie in Pro, bei ChatGPT Pro zusätzlich die höchsten Denkstufen |
| im Team mit Kundendaten arbeitest | Claude Team oder ChatGPT Business | kein Training mit Euren Daten, Verwaltung für mehrere Nutzer |
Brauchst Du Bilder und Texte gleich oft, kann sich auch die Kombination beider Abos lohnen.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und Claude?
ChatGPT ist der breitere Alleskönner mit Bildern und Sprachchat, Claude ist stärker auf Texte, Auswertungen und lange Dokumente ausgerichtet. ChatGPT stammt von der US-Firma OpenAI, Claude von der US-Firma Anthropic.
Beide nutzt Du im Browser, als App für Windows und Mac sowie auf dem Handy. Offiziell verfügbar sind beide auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Länderlisten von OpenAI und Anthropic).
Hinter beiden stecken mehrere KI-Modelle, also verschiedene Versionen der KI, die unterschiedlich schnell und leistungsstark sind. Welche Du nutzen kannst, hängt vom Tarif ab (Details zu den Modellen).
ChatGPT erzeugt Bilder und baut kleine Werkzeuge zum Anklicken direkt in die Antwort ein, zum Beispiel einen Rechner oder ein Diagramm. Claude kann keine Bilder erzeugen. Dafür erstellt es Artefakte: kleine Seiten, Dokumente oder Apps, die neben dem Chat in einem eigenen Fenster erscheinen.
Die Unterschiede auf einen Blick
| Funktion | ChatGPT | Claude |
|---|---|---|
| Anbieter | OpenAI | Anthropic |
| Kostenloser Tarif | ja (Free) | ja (Free) |
| Standard-Abo | Plus | Pro |
| Werbung | in Free und Go, auch in Deutschland (OpenAI) | keine (Anthropic) |
| Websuche | in allen Tarifen (OpenAI-Hilfe) | in allen Tarifen (Claude-Hilfe) |
| Ausführliche Recherche mit Bericht | Deep Research, im Free-Tarif begrenzt, ab Plus mehr (OpenAI-Hilfe) | Recherche, nur in bezahlten Tarifen (Claude-Hilfe) |
| Fotos und PDFs auswerten | ja, kostenlos 3 Uploads am Tag (OpenAI-Hilfe) | ja (Claude-Hilfe) |
| Bilder erzeugen | ja, in allen Tarifen, im Free-Tarif begrenzt (OpenAI-Hilfe) | nein, nur Diagramme und Grafiken als Code (Claude-Hilfe) |
| Sprechen mit der KI | Sprachchat, in Plus bis zu 3 Stunden am Tag (OpenAI-Hilfe) | Sprachmodus in allen Tarifen, noch als Beta, also in Entwicklung (Claude-Hilfe) |
| Interaktive Inhalte | Rechner, Diagramme und Vergleiche direkt in der Antwort (OpenAI-Hilfe) | Artefakte in allen Tarifen, teilbar (Claude-Hilfe) |
| Office-Dateien | Erweiterungen für Word, Excel, PowerPoint und Google Sheets, im Free-Tarif begrenzt (Preisseite) | erstellt Excel-, PowerPoint-, Word- und PDF-Dateien in allen Tarifen (Claude-Hilfe), Claude für Microsoft 365, also Claude verbunden mit Microsoft-Programmen wie Outlook, ab Pro |
| Projekte (Chats, Dateien und Anweisungen zu einem Thema an einem Ort) | in allen Tarifen (OpenAI-Hilfe, Anleitung zu ChatGPT-Projekten) | in allen Tarifen, kostenlos bis zu 5 (Claude-Hilfe, Anleitung zu Claude-Projekten) |
| Erinnerung über Chats hinweg | ja (OpenAI-Hilfe, Anleitung zur ChatGPT-Erinnerung) | ja (Claude-Hilfe) |
| Andere Apps verbinden | Plugins in allen Tarifen (ChatGPT Plugins) | Konnektoren in allen Tarifen (Claude Connectors) |
| KI erledigt größere Aufgaben selbst (Agent) | ChatGPT Work, im Free-Tarif begrenzt und nur in der Desktop-App, ab Plus auch im Browser und am Handy (OpenAI-Hilfe, Preisseite) | direkt im Chat, nur in bezahlten Tarifen, wird nach und nach freigeschaltet (Claude-Hilfe) |
| Programmier-Werkzeug | Codex, auch im Free-Tarif in begrenzter Menge (OpenAI-Hilfe) | Claude Code, ab Pro (Claude-Hilfe) |
| Kontextfenster in Plus bzw. Pro | 54.000 Token ohne Nachdenken, 256.000 Token mit Nachdenken (Preisseite) | bis zu 1 Million Token (Claude-Hilfe) |
Plugins bei ChatGPT und Konnektoren bei Claude erfüllen denselben Zweck: Sie verbinden die KI mit anderen Programmen, damit sie dort lesen oder arbeiten kann. Beispiele sind Gmail, Google Drive oder Notion.
Was kosten ChatGPT und Claude? Preise und Tarife
Im Standard-Abo kosten ChatGPT Plus und Claude Pro gleich viel: 20 US-Dollar im Monat. Einen günstigeren Tarif bietet nur ChatGPT mit Go. Claude Pro kannst Du dafür auch jährlich bezahlen, dann wird es etwas günstiger.
| Stufe | ChatGPT | Claude |
|---|---|---|
| Kostenlos | Free | Free |
| Günstiger Einstieg | Go: 7,99 Euro im App Store | kein vergleichbarer Tarif |
| Standard-Abo | Plus: 20 US-Dollar im Monat, nur monatlich (OpenAI-Hilfe); 22,99 Euro im App Store | Pro: 20 US-Dollar im Monat oder 17 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, jeweils zzgl. Steuern (Preisseite); 22 Euro im Monat oder 249,99 Euro im Jahr im App Store |
| Für Vielnutzer | Pro: 100, 200 oder 500 US-Dollar im Monat (OpenAI-Hilfe); 102,99, 229 oder 509,99 Euro im App Store | Max: 100 US-Dollar (5-fache Nutzung von Pro) oder 200 US-Dollar (20-fache) im Monat (Claude-Hilfe); 149,99 oder 299,99 Euro im App Store |
| Für Teams | Business: 20 US-Dollar je Nutzer bei jährlicher, 25 bei monatlicher Zahlung, ab 2 Nutzern (OpenAI-Hilfe) | Team: 20 US-Dollar je Platz bei jährlicher, 25 bei monatlicher Zahlung, 2 bis 150 Nutzer (Preisseite) |
Vorsicht, Namensfalle: Claude Pro ist das Standard-Abo wie ChatGPT Plus, ChatGPT Pro dagegen der Tarif für Vielnutzer wie Claude Max.
Die Dollar-Preise nennen OpenAI und Anthropic selbst, bei Claude gelten sie laut Claude-Hilfe nur für Abos über die Website. Die Euro-Preise stehen im deutschen App Store von Apple für ChatGPT und Claude (Stand Oktober 2026). Sie gelten, wenn Du das Abo auf dem iPhone abschließt.
Auf der Website können die Euro-Preise abweichen. Bei Claude Max ist der App Store mit 149,99 bzw. 299,99 Euro deutlich teurer als die 100 bzw. 200 US-Dollar im Web. Anthropic zeigt seine Preise außerdem ohne Steuern an, vergleiche deshalb vor dem Abschluss den Endpreis an der Kasse.
Reicht die kostenlose Version?
Für gelegentliche Fragen reicht die kostenlose Version von beiden. Das bieten die Gratis-Tarife:
| Bereich | ChatGPT Free | Claude Free |
|---|---|---|
| Enthalten | unbegrenzte normale Text-Chats, Grenzen nur bei Missbrauch (OpenAI-Hilfe) | Websuche, Artefakte, Konnektoren, Gedächtnis, bis zu 5 Projekte (Preisseite) |
| Begrenzt | Bilder, Deep Research, Sprachchat, 3 Uploads am Tag (OpenAI-Hilfe) | die gesamte Nutzung, die alle fünf Stunden zurückgesetzt wird (Claude-Hilfe) |
| Es fehlt | GPT-6 mit wählbaren Denkstufen, also verschieden gründlichem Nachdenken vor der Antwort; stattdessen antwortet das schnellere Luna-Modell, eine einfachere Version, bei der Du nur den Knopf Nachdenken hast (OpenAI-Hilfe) | Opus, die ausführliche Recherche und Claude Code |
| Werbung | ja, seit August 2026 auch in Deutschland, ab Plus werbefrei (OpenAI) | nein, von Anthropic ausdrücklich zugesagt (Anthropic) |
Unser Tipp: Stell beiden kostenlos dieselbe Aufgabe aus Deinem Alltag, aber ohne Kundendaten, vollständige Namen oder Passwörter. Dann merkst Du schnell, welcher Stil Dir liegt, bevor Du Geld ausgibst.
ChatGPT vs. Claude im Praxistest: 5 gleiche Aufgaben
Wir haben ChatGPT und Claude dieselben fünf Aufgaben gestellt: eine E-Mail, eine aktuelle Frage mit Websuche, eine Tabellenauswertung, ein Bild und einen Preisrechner.
Claude lag bei Text und Auswertung knapp vorn. ChatGPT gewann die Recherche und deutlich das Bild. Den Rechner bauten beide gut.
So haben wir getestet
- ChatGPT: Abo ChatGPT Plus mit dem Modell GPT-6 und dem voreingestellten Denkaufwand „Medium“. Der Denkaufwand legt fest, wie gründlich die KI vor der Antwort nachdenkt.
- Claude: Abo Claude Max mit dem Modell Opus 5.5 und dem voreingestellten Aufwand „Mittel“, so heißt dieselbe Einstellung bei Claude. Opus 5.5 gibt es genauso in Claude Pro, Max bietet vor allem mehr Nutzung.
- Gleiche Bedingungen: Für jede Aufgabe haben wir einen neuen Chat geöffnet, denselben Auftrag einmal abgeschickt und nichts nachgebessert. Die Zeiten haben wir grob gemessen, die Bewertung ist unser Eindruck.
Wichtig: Das sind Einzelbeispiele aus einem Durchlauf im Oktober 2026. Schon eine kleine Änderung am Auftrag kann ein anderes Ergebnis bringen. Wissenschaftlich ist so ein Test nicht.
Alle fünf Aufgaben im Überblick
| Aufgabe | Vorn | ChatGPT | Claude |
|---|---|---|---|
| 1. Kunden-Mail | Claude, knapp | korrekt, eher formelhaft, unter 10 Sek. | konkreter, mit Platzhaltern, unter 10 Sek. |
| 2. EZB-Leitzins | ChatGPT | richtig, offizielle Quelle verlinkt | richtig, mehr Hintergrund, nur Medienquellen |
| 3. Verkaufsdaten | Claude, knapp | richtig, klare Kennzahlen, übersichtlich | richtig, tiefere Deutung, ein Warnsignal entdeckt |
| 4. Bild | ChatGPT, klar | fotorealistisches Bild in rund 40 Sek. | kein eigenes Bild, schlägt Bild-Apps vor |
| 5. Preisrechner | Gleichstand | läuft direkt in der Antwort, rund 30 Sek. | eigene Seite zum Teilen, rund 60 Sek. |
Test 1: E-Mail an einen Kunden
Die erste Aufgabe kommt im Berufsalltag ständig vor: eine unangenehme Nachricht freundlich formulieren. Der Auftrag lautete:
„Schreib eine kurze, freundliche E-Mail an einen Kunden: Seine Bestellung über 20 Bürostühle verspätet sich wegen eines Lieferengpasses um eine Woche. Biete 5 % Rabatt auf die Bestellung an. Sie-Form, höchstens 120 Wörter.“
ChatGPT war in weniger als zehn Sekunden fertig. Die Mail erscheint als E-Mail-Karte samt Betreff und Feld für den Empfänger.
Die Mail ist mit rund 75 Wörtern korrekt und höflich. Sie klingt aber formelhaft („Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten“) und endet mit „Ihr Kundenservice-Team“.

Claude war genauso schnell und schrieb rund 90 Wörter. Für den neuen Liefertermin setzt Claude einen Platzhalter ein. Beim Rabatt wird die Mail konkret: „Den Betrag ziehen wir direkt von Ihrer Rechnung ab.“ Darunter erklärt Claude, was Du vor dem Senden noch einsetzen musst.

Unser Eindruck: Beide Mails kannst Du verwenden. Claudes Fassung ist persönlicher und gibt dem Kunden mehr Information, deshalb liegt Claude hier knapp vorn.
Beide Karten haben zwar einen Senden-Knopf, lies die Mail aber vorher durch und ersetze die Platzhalter in eckigen Klammern durch die echten Angaben. Prompt-Vorlagen und den Test mit Gemini findest Du in unserer Anleitung E-Mails mit KI schreiben.
Test 2: Aktuelle Frage mit Websuche
Aktuelle Zahlen kennt keine KI aus ihrem Training, sie muss im Netz suchen. Wir wollten wissen, ob beide die richtige Zahl finden und eine brauchbare Quelle nennen:
„Wie hoch ist der aktuelle Leitzins der Europäischen Zentralbank? Nenne das Datum der letzten Zinsentscheidung und deine Quelle.“
Die Frage ist knifflig, denn die EZB hat drei Leitzinsen. Am Testtag, dem 24. Oktober 2026, galten laut EZB diese Sätze, beschlossen am 10. September und gültig seit dem 16. September 2026:
- 2,50 Prozent für Geld, das Banken bei der EZB anlegen (Einlagesatz)
- 2,65 Prozent für Geld, das sie sich dort leihen (Hauptrefinanzierungssatz)
- 2,90 Prozent für Kredite über Nacht (Spitzenrefinanzierungssatz)
ChatGPT brauchte rund 20 Sekunden. Es nennt den Einlagesatz von 2,50 Prozent als maßgeblichen Leitzins und zeigt alle drei Sätze in einer Tabelle. Das Datum der Entscheidung stimmt ebenfalls, und als Quelle verlinkt ChatGPT direkt die Pressemitteilung der EZB.

Claude nennt zuerst 2,65 Prozent, den Hauptrefinanzierungssatz. Erst im dritten Absatz erklärt es, dass mit „Leitzins“ oft auch der Einlagesatz von 2,50 Prozent gemeint ist.
Dafür liefert Claude mehr Hintergrund und den Termin der nächsten Sitzung. Als Quellen tauchen aber nur Nachrichtenseiten auf, die EZB-Seite empfiehlt Claude lediglich zum Nachsehen.

Ergebnis: Beide Zahlen stimmten am Testtag. ChatGPT gewinnt, weil es die offizielle Quelle nennt, die Du sofort prüfen kannst.
Test 3: Verkaufsdaten auswerten
Für den dritten Test haben wir eine Tabelle mit erfundenen Verkaufszahlen hochgeladen. Sie enthält fünf Produkte, zwei Vertriebswege und sechs Monate. Die richtigen Werte hatten wir vorher selbst ausgerechnet.
Echte Kundendaten gehören in einen Firmentarif, mehr dazu im Abschnitt Datenschutz. Diesen Auftrag bekamen beide:
„Werte diese Verkaufsdaten aus: Welches Produkt wächst am stärksten, welches verliert? Erstelle ein Diagramm mit dem Gesamtumsatz je Monat.“
ChatGPT dachte laut eigener Anzeige 11 Sekunden nach. Danach zeigte es drei Kennzahlen, ein Balkendiagramm und eine Tabelle mit den Umsätzen im Januar und Juni.
Stärkster Gewinner ist laut ChatGPT der Entkalker mit plus 397 Prozent. Größter Verlierer ist der Milchschäumer mit minus 66 Prozent. Alle Zahlen stimmen.

Claude schrieb sich für die Auswertung ein kleines Rechenprogramm und ließ es laufen. Bis zur fertigen Antwort vergingen rund 50 Sekunden, die Gesamtzeit von ChatGPT haben wir hier nicht gestoppt. Claudes Diagramm lässt sich oben rechts per Klick in eine Tabelle umschalten.

Darunter vergleicht Claude vor allem die beiden Quartale und kommt so zu einem anderen Gewinner:
- Das Tassen-Set wächst am stärksten: von 7.584 Euro im ersten auf 11.928 Euro im zweiten Quartal, ein Plus von 57 Prozent.
- Der Entkalker wächst von Januar bis Juni prozentual noch stärker, auf fast das Fünffache. Er bringt aber wenig Geld und macht nur 6 Prozent des Umsatzes aus.
- Der Milchschäumer verliert am meisten, ist aber noch immer das umsatzstärkste Produkt.
- Im Juni bricht das Tassen-Set im Onlineshop ein, von 81 auf 22 Stück.
Claudes Zahlen haben wir ebenfalls nachgerechnet, sie stimmen alle.
Welches Produkt „am stärksten wächst“, hängt also von der Rechenweise ab: ChatGPT vergleicht Januar mit Juni, Claude die Quartale. Beide sagen dazu, wie sie gerechnet haben.
Bewertung: ChatGPT liefert die übersichtlichere Zusammenfassung. Claude deutet die Zahlen tiefer und findet mit dem Juni-Einbruch des Tassen-Sets einen wichtigen Grund für den schwächeren Juni. Im Vergleich von Januar und Juni fällt er nicht auf, denn in beiden Monaten gingen im Onlineshop 22 Tassen-Sets weg. Für diesen zusätzlichen Fund bekommt Claude den knappen Vorsprung.
Test 4: Bild erstellen
Beim vierten Test ging es um ein Bild für einen Social-Media-Beitrag:
„Erstelle ein Bild für einen Social-Media-Beitrag: ein gemütliches kleines Café am Morgen, warmes Licht, eine Tasse Cappuccino im Vordergrund, Querformat.“
ChatGPT erzeugte in rund 40 Sekunden ein fotorealistisches Bild im Querformat: Cappuccino mit Milchschaum-Muster, Morgensonne und sogar eine Tafel mit deutschem Text. Über den Knopf Bearbeiten lässt sich das Bild direkt weiter ändern.

Claude erzeugt selbst keine Bilder. Das bestätigt auch die Claude-Hilfe. Stattdessen durchsuchte Claude das Konnektor-Verzeichnis und schlug die beiden in unserem Konto verbundenen Bild-Apps Canva und Higgsfield vor.

An dieser Stelle haben wir aufgehört. Das Bild hätte sonst die verbundene App erzeugt, bei Higgsfield gegen Credits, also Guthaben in Deinem Higgsfield-Konto. Ohne verbundene Bild-App bleibt Dir bei Claude nur ein anderes Tool.
Hier geht der Punkt klar an ChatGPT.
Brauchst Du regelmäßig Bilder und willst trotzdem mit Claude arbeiten, verbindest Du eine Bild-App als Konnektor, zum Beispiel Higgsfield*. Wie das geht, zeigt unsere Higgsfield-Anleitung.
Test 5: Kleinen Rechner bauen
Zum Schluss sollten beide ein kleines Werkzeug bauen, das sich sofort ausprobieren lässt:
„Baue mir einen einfachen Preisrechner zum direkten Ausprobieren: Ich gebe Nettopreis, Rabatt in Prozent und Mehrwertsteuer (19 % oder 7 %) ein, und er zeigt Rabatt, Steuer und Endpreis.“
ChatGPT baute den Rechner in rund 30 Sekunden direkt in die Antwort. Er hat Eingabefelder, einen Schieberegler für den Rabatt und die Wahl zwischen 19 und 7 Prozent.
Mit 100 Euro, 10 Prozent Rabatt und 19 Prozent Steuer rechnet er richtig: 90 Euro netto plus 17,10 Euro Steuer. Weiter unten zeigt der Rechner den Endpreis von 107,10 Euro.

Claude brauchte rund 60 Sekunden. Es öffnete den Rechner als Artefakt, also als eigene Seite neben dem Chat. Der Rechner hat Schnellwahl-Knöpfe für gängige Rabatte, zeigt die Ersparnis und kopiert das Ergebnis auf Knopfdruck.
Die Rechnung stimmt: 249 Euro netto mit 10 Prozent Rabatt und 19 Prozent Steuer ergeben 266,68 Euro. Über Teilen oben rechts gibst Du den Rechner an andere weiter.

Unentschieden: ChatGPTs Rechner ist schneller fertig und bleibt im Chat. Claude hat doppelt so lange gebraucht. Dafür sieht seine Fassung aufwendiger aus, und Du kannst sie mit anderen teilen.
Wem kannst Du mehr vertrauen?
In unserem Test hat keiner der beiden eine falsche Zahl genannt. Die Werte zur EZB, zu den Verkaufsdaten und in beiden Rechnern haben wir selbst nachgeprüft.
Fehler machen trotzdem beide. Darauf weisen sie direkt unter dem Eingabefeld selbst hin. Eine überzeugend klingende, aber falsche oder erfundene Antwort heißt Halluzination.
Wichtig ist deshalb, wie leicht Du eine Antwort prüfen kannst. ChatGPT verlinkte im Test die offizielle Quelle, Claude zeigte an, dass es die Tabelle mit einem Rechenprogramm ausgewertet hat. Bei Zahlen, die Du weitergibst, öffnest Du die Quelle am besten immer selbst.
Nutzungslimits: Wie viel kannst Du arbeiten?
ChatGPT und Claude nennen keine feste Zahl an Nachrichten, begrenzen aber unterschiedlich. Bei Claude zählt jede Nutzung gegen ein Fünf-Stunden-Limit, in den bezahlten Tarifen zusätzlich gegen ein Wochenlimit (Claude-Hilfe). ChatGPT begrenzt dagegen vor allem einzelne Funktionen wie Bilder, Uploads oder Sprachchat.
Bei Claude erlaubt Pro mindestens fünfmal so viel wie Free (Preisseite von Claude), Max 5- oder 20-mal so viel wie Pro (Claude-Hilfe).
Je länger der Chat und je größer die Datei, desto schneller ist das Kontingent aufgebraucht. Auch starke Modelle und hoher Aufwand kosten mehr. Chat, Desktop-App und Claude Code teilen sich das Kontingent.
Ist das Limit erreicht, wartest Du, wechselst in einen größeren Tarif oder arbeitest mit zusätzlich bezahltem Nutzungsguthaben weiter (Claude-Hilfe). Wie viel Du verbraucht hast, siehst Du in den Einstellungen unter Nutzung.
Bei ChatGPT sind in Free und Go normale Text-Chats unbegrenzt (OpenAI-Hilfe), Uploads, Bilder, Sprachchat und Datenanalyse haben eigene Grenzen. Für Plus nennt OpenAI keine feste Zahl, schreibt aber, dass vor allem bei hoher Auslastung Obergrenzen gelten können (OpenAI-Hilfe).
Reicht Claude Pro nicht, hilft Claude Max oder ein kleineres Modell wie Sonnet 5.5 für einfache Aufgaben.
Welche Modelle stecken in ChatGPT und Claude?
In Claude wählst Du zwischen Fable 5.1, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5, in ChatGPT antwortet GPT-6, ab Plus mit mehreren Denkstufen. Für den Alltag musst Du meist nichts umstellen. In ChatGPT Plus ist GPT-6 voreingestellt, und Anthropic empfiehlt Opus 5.5 für die meisten Aufgaben (Modellübersicht).
Welche Modelle Du bekommst, hängt vor allem vom Tarif ab. Opus 5.5 gibt es erst ab Claude Pro, GPT-6 mit Denkstufen erst ab ChatGPT Plus. Kostenlos arbeiten bei Claude Sonnet 5.5 und Haiku 5.5. Bei ChatGPT laufen auch kostenlose Textchats mit GPT-6, dort mit dem schnelleren Luna-Modell ohne Denkstufen (Preisseite von ChatGPT).
Claude: Fable 5.1, Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Haiku 5.5
Das Modell wählst Du unter dem Eingabefeld mit einem Klick auf den Modellnamen. Dort stellst Du auch den Aufwand ein, also wie gründlich Claude vor der Antwort nachdenkt. In ChatGPT heißt die gleiche Einstellung Denkaufwand.

So beschreibt Anthropic die Modelle im Menü, die Tarife stehen in der Claude-Hilfe:
| Modell | Wofür | In welchem Tarif |
|---|---|---|
| Fable 5.1 | für die schwierigsten Herausforderungen | Max: bis zur Hälfte des wöchentlichen Nutzungslimits, Pro: nur gegen zusätzlich bezahltes Nutzungsguthaben |
| Opus 5.5 | für komplexe Arbeit und alltägliche Aufgaben | ab Pro |
| Sonnet 5.5 | am effizientesten für einfachere Aufgaben | alle Tarife |
| Haiku 5.5 | am schnellsten, für schnelle Antworten | alle Tarife |
Was das Standardmodell kann, zeigt unser Artikel zu Claude Opus 5.5.
ChatGPT: GPT-6 und GPT-5.6 Sol
In Plus, Pro und den Firmentarifen antwortet jetzt GPT-6. OpenAI schaltet das neue Standardmodell gerade nach und nach frei, vielleicht siehst Du es also noch nicht. Daneben lässt sich GPT-5.6 Sol weiter auswählen (OpenAI-Hilfe).
Free und Go nutzen das schnellere Luna-Modell. Statt verschiedener Denkstufen gibt es dort nur den Knopf Nachdenken (OpenAI-Hilfe). In Plus wählst Du das Modell so:
- Klicke im Eingabefeld auf den Knopf mit der Denkstufe, bei uns Medium. Er heißt danach Denkaufwand, und darunter öffnet sich ein kleines Fenster mit einem Regler.

- Klicke oben im Fenster auf Medium mit dem kleinen Pfeil.

- Klicke in der Liste, die jetzt statt des Fensters erscheint, auf das Modell, das Du nutzen willst. Voreingestellt ist GPT-6 mit Haken, darunter steht GPT-5.6 Sol.

Auf dem Regler stehen in Plus schnelle Antworten ohne Nachdenken sowie eine mittlere und eine hohe Denkstufe zur Wahl. Die Stufen „Sehr hoch“ und „Pro“ mit dem stärksten Modell GPT-6 Pro gibt es erst ab ChatGPT Pro und in den Firmentarifen (OpenAI-Hilfe).
Alle Stufen erklärt unser Artikel zu den ChatGPT-Modellen.
Was sagen unabhängige Tests?
Im Gesamtindex des Testdienstes Artificial Analysis liegt Claude Opus 5.5 auf Platz 1, mit 58 Punkten auf der höchsten Aufwandsstufe. Das stärkste OpenAI-Modell dort heißt GPT-6 Astra und kommt auf 53 Punkte (Artificial Analysis, abgerufen im Oktober 2026).
GPT-6 Astra ist das Modell, das im Chat von ChatGPT GPT-6 Pro heißt und erst ab ChatGPT Pro zur Wahl steht (OpenAI-Hilfe). Das Standardmodell von Plus taucht in der Rangliste nicht einzeln auf.
Getestet werden die Modelle direkt über die Schnittstelle, über die Entwickler sie in eigene Programme einbauen. Die Chat-Apps, die Du nutzt, testet Artificial Analysis nicht. Wie Googles Gemini im Vergleich abschneidet, zeigt unser Test von Gemini 4 Argon.
Wann ist Claude besser als ChatGPT?
Claude ist besser, wenn es auf konkrete Texte und tiefe Auswertungen ankommt oder auf sehr lange Dokumente.
- Texte und Analysen: In unserem Test waren Claudes Ergebnisse etwas konkreter und tiefer (siehe Praxistest).
- Lange Dokumente: Das Kontextfenster fasst in den bezahlten Tarifen bis zu 1 Million Token (Claude-Hilfe). So liest Claude auch sehr lange Verträge oder Berichte in einem Chat.
- Artefakte und Designs: Kleine Apps, Seiten und Dokumente entstehen neben dem Chat und lassen sich teilen. Mit Claude Design entstehen außerdem Folien und Designs aus Text und Formen, aber keine Fotos.
- Ganze Aufgaben: Größere Aufgaben mit Dateien und Apps erledigt Claude in den bezahlten Tarifen selbstständig im Chat. Anthropic schaltet das nach und nach frei, zuerst in Pro und Max. Diese Funktion heißt Claude Cowork und war bisher ein eigener Bereich neben dem Chat (mehr dazu in unserer Anleitung zu Claude Cowork).
- Programmieren: Das Programmier-Werkzeug Claude Code ist ab Pro im Preis enthalten (Claude-Hilfe). Mit den Claude-Modellen ist es aus unserer Erfahrung deutlich stärker als Codex von OpenAI. Den Einstieg zeigt unser Claude Code Tutorial.
Claude hat aber auch Schwächen:
- Es erzeugt keine eigenen Bilder.
- Alles, was Du tust, zählt gegen ein gemeinsames Kontingent mit Fünf-Stunden-Limit, in den bezahlten Tarifen zusätzlich mit Wochenlimit. In ChatGPT Free sind normale Text-Chats dagegen unbegrenzt (mehr unter Nutzungslimits).
- Die ausführliche Recherche gibt es nur in den bezahlten Tarifen.
- Bei der Websuche im Test nannte Claude nur Nachrichtenseiten statt der offiziellen Quelle.
- Zwischen Free und Pro fehlt ein günstiger Tarif, und kostenlos gibt es kein Opus.
- Das stärkste Modell Fable 5.1 nutzt Du in Pro nur gegen zusätzlich bezahltes Nutzungsguthaben, im Preis enthalten ist es in Max.
Wann ist ChatGPT besser als Claude?
Für Bilder und Sprachchat ist ChatGPT die bessere Wahl, und mit Go gibt es einen günstigen Einstieg. In unserem Test überzeugte ChatGPT außerdem bei der Recherche mit offizieller Quelle.
- Bilder: ChatGPT erzeugt sie in allen Tarifen, im kostenlosen nur begrenzt, und Du änderst sie direkt im Chat weiter. Wie das geht, zeigt unsere Anleitung ChatGPT Bilder erstellen.
- Sprachchat: In Plus sprichst Du bis zu drei Stunden am Tag mit ChatGPT (OpenAI-Hilfe). Claudes Sprachmodus ist dagegen noch als Beta gekennzeichnet und kann sich noch ändern.
- Deep Research: Die ausführliche Recherche mit Bericht gibt es schon im kostenlosen Tarif in begrenzter Menge, ab Plus mehr.
- Tempo und Übersicht: Den Preisrechner baute ChatGPT im Test in rund 30 Sekunden, Claude brauchte rund 60. Die Verkaufsdaten fasste ChatGPT übersichtlicher zusammen.
- Günstiger Einstieg: Go kostet im deutschen App Store 7,99 Euro im Monat (App Store).
- Programmieren kostenlos ausprobieren: Mit Codex, dem Programmier-Werkzeug von OpenAI, programmierst Du schon im kostenlosen Tarif, in begrenzter Menge (OpenAI-Hilfe). Längere Aufgaben übernimmt außerdem ChatGPT Work.
Ein früherer Vorteil fällt bald weg: Eigene GPTs, also selbst eingerichtete ChatGPT-Versionen für eine bestimmte Aufgabe, schaltet OpenAI am 11. Dezember 2026 ab. Sie sollen in Plugins aufgehen (OpenAI-Hilfe).
Dafür nimmst Du bei ChatGPT diese Nachteile in Kauf:
- In Free und Go zeigt es Werbung.
- Das Kontextfenster ist in Plus deutlich kleiner als bei Claude (Vergleich in der Tabelle).
- Die höchsten Denkstufen fehlen in Plus, und Plus lässt sich nur monatlich bezahlen.
Datenschutz: Werden Deine Chats zum Training genutzt?
In den privaten Tarifen kannst Du bei beiden abschalten, dass Deine Chats zum Training der KI dienen. In den Firmentarifen ChatGPT Business und Claude Team trainieren beide standardmäßig nicht mit Deinen Daten.
Bei OpenAI gilt für Free, Go, Plus und Pro: Deine Inhalte dürfen zum Training verwendet werden, solange Du nicht widersprichst (OpenAI-Hilfe). Bei Claude regelt das ein eigener Schalter in den Datenschutz-Einstellungen (Datenschutz-Center von Anthropic).
Training in ChatGPT abschalten
- Klicke unten links auf Deinen Namen und öffne die Einstellungen.
- Es öffnet sich eine eigene Einstellungsseite. Wähle links in der Liste unter „Persönlich“ ganz unten Datenkontrollen, direkt über der Gruppe „Integrationen“.

- Schalte Das Modell für alle verbessern aus.

Ist der Schalter grau, ist das Training aus. Die Einstellung gilt für Dein ganzes Konto. Über Zurück zur App oben links kommst Du wieder in den Chat.
Mehr Einstellungen zeigt unser ChatGPT Tutorial.
Training in Claude abschalten
- Klicke unten links auf Deinen Namen und wähle Einstellungen.
- Wähle im Fenster links Datenschutz.

- Schalte unter Präferenzen Help improve our AI models aus.

Ein grauer Schalter heißt auch hier: kein Training. In unserer deutschen Oberfläche stand der Schalter noch auf Englisch, die deutsche Hilfe nennt ihn „Helfen Sie uns, unsere KI-Modelle zu verbessern“.
Ist er an, darf Anthropic Deine Chats zum Training nutzen. Aufbewahren darf es sie dafür bis zu 5 Jahre, ohne direkten Bezug zu Deiner Person (Datenschutz-Center). Was die anderen Schalter bewirken, erklärt unser Claude Tutorial.
Achtung bei Bewertungen: Klickst Du bei einer Antwort auf Daumen hoch oder runter, dürfen beide Anbieter diesen Chat trotz abgeschaltetem Training auswerten (OpenAI-Hilfe, Anthropic).
Willst Du nur ein einzelnes Gespräch aus dem Verlauf heraushalten? Dann nutze in ChatGPT den temporären Chat (in einem neuen Chat über Temporär) und in Claude den Inkognito-Chat (Geister-Symbol oben rechts in einem neuen Chat). Beide landen nicht im Verlauf, dienen nicht dem Training und werden nach höchstens 30 Tagen gelöscht (OpenAI-Hilfe, Claude-Hilfe).
Firmentarife und Speicherort
Für Nutzer in Europa sind die irischen Gesellschaften der beiden verantwortlich. Bei OpenAI ist das OpenAI Ireland Limited (Datenschutzerklärung von OpenAI), bei Anthropic die Anthropic Ireland, Limited (Datenschutzerklärung von Anthropic). Für seine Firmenprodukte schreibt Anthropic, dass die Daten in den USA gespeichert werden (Datenschutz-Center).
OpenAI bietet für bestimmte Firmenkunden einen Speicherort in Europa an, etwa für neue Enterprise-Konten (OpenAI-Hilfe, englisch). Für die privaten Tarife nennt keiner der beiden Anbieter einen Speicherort in der EU.
Arbeitest Du mit Kundendaten, nimm deshalb einen Firmentarif wie ChatGPT Business oder Claude Team. In den privaten Tarifen gibst Du besser keine vollständigen Namen, Gesundheitsdaten oder Passwörter ein.
Lohnt es sich, ChatGPT und Claude zusammen zu nutzen?
ChatGPT und Claude zusammen lohnen sich, wenn Du regelmäßig Bilder und ebenso oft längere Texte brauchst. Zwei Standard-Abos kosten zusammen rund 40 US-Dollar im Monat.
Eine sinnvolle Aufteilung nach unserem Test:
- Claude für E-Mails, Berichte, Auswertungen und lange Dokumente
- ChatGPT für Bilder, Recherchen mit offizieller Quelle und den Sprachchat unterwegs
Willst Du nur ein Abo bezahlen, nimm das Tool für Deine häufigste Aufgabe und nutze das andere kostenlos dazu.
Lohnt sich der Umstieg auf Claude?
Ein Umstieg auf Claude lohnt sich, wenn Du vor allem schreibst, Daten auswertest oder lange Dokumente bearbeitest und selten Bilder brauchst. Deine Erinnerungen aus ChatGPT nimmst Du dabei mit, Deine alten Chats nicht.
Claude bietet dafür einen eigenen Import im Gedächtnis, also dort, wo Claude sich Dinge über Dich merkt (Claude-Hilfe). Wie das geht, zeigt unsere Anleitung zum Memory-Import aus ChatGPT.
Was Du außerdem mitnimmst, von Anweisungen über Projekte bis zu eigenen GPTs, zeigt Schritt für Schritt unsere Anleitung Von ChatGPT zu Claude wechseln.
Kündige Dein altes Abo erst, wenn in Claude alles eingerichtet ist, dann kannst Du beide noch eine Weile direkt vergleichen.
Der Vergleich von ChatGPT und Claude auf einen Blick:

Fazit
Für die meisten Aufgaben rund um Text und Zahlen empfehlen wir Claude Pro, für Bilder ChatGPT. Einen Sieger für alles gibt es nicht.
Für Claude sprechen die etwas konkreteren Texte und tieferen Auswertungen im Test. Außerdem kostet Claude Pro so viel wie ChatGPT Plus, es gibt ein Jahresabo, ein viel größeres Kontextfenster und Claude Code.
ChatGPT bleibt eine starke Ergänzung für Recherchen mit offizieller Quelle und den Sprachchat. Am besten stellst Du beiden kostenlos eine echte Aufgabe aus Deinem Alltag, ohne vertrauliche Daten, und entscheidest dann.
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Häufige Fragen
Was ist besser, ChatGPT oder Claude?
Für die meisten Aufgaben im Beruf empfehlen wir Claude, für Bilder ChatGPT. In unserem Praxistest gingen je zwei Aufgaben an ChatGPT und an Claude, eine endete unentschieden. Claude schrieb die konkretere E-Mail und deutete Verkaufsdaten tiefer, ChatGPT nannte bei der Recherche die offizielle Quelle, und nur ChatGPT erstellt Bilder.
Kann Claude Bilder erstellen?
Nein. Claude erzeugt laut Anthropic keine Fotos oder Illustrationen. Claude baut aber Diagramme, Grafiken als Code und Designs. Für echte Bilder verbindest Du in Claude eine Bild-App als Konnektor, also als verknüpfte App, zum Beispiel Canva oder Higgsfield, oder Du nutzt ChatGPT, das Bilder auf allen Tarifen erzeugt.
Ist Claude Pro oder ChatGPT Plus besser?
Für Texte und Analysen empfehlen wir Claude Pro, für Bilder ChatGPT Plus. Beide kosten rund 20 US-Dollar im Monat. Claude Pro enthält das Modell Opus 5.5 und das Programmier-Werkzeug Claude Code, liest sehr lange Dokumente auf einmal und ist im Jahresabo günstiger. ChatGPT Plus bietet dafür Bilder und bis zu drei Stunden Sprachchat am Tag. Eine ausführliche Recherche haben beide.
Ist Claude Max oder ChatGPT Pro besser?
Claude Max passt, wenn Du sehr viel mit Texten, Auswertungen oder Claude Code arbeitest. Es bringt die 5- oder 20-fache Nutzung von Pro und enthält das Modell Fable 5.1 für die schwierigsten Aufgaben. ChatGPT Pro lohnt sich für das stärkste Modell GPT-6 Pro, das am gründlichsten nachdenkt, und mehr Sprachchat als Plus. Beide starten bei 100 US-Dollar im Monat.
Ist Claude oder ChatGPT günstiger?
Gleich teuer sind ChatGPT Plus und Claude Pro mit 20 US-Dollar im Monat. Claude Pro wird bei jährlicher Zahlung günstiger, ChatGPT Plus gibt es nur monatlich. Einen günstigeren Tarif hat dafür nur ChatGPT: Go kostet im deutschen App Store 7,99 Euro im Monat.
Ist Claude oder ChatGPT sicherer?
Beim Datenschutz liegen ChatGPT und Claude nah beieinander. In den privaten Tarifen lässt sich bei beiden abschalten, dass Chats zum Training dienen. Ihre Firmentarife ChatGPT Business und Claude Team nutzen Deine Daten standardmäßig gar nicht zum Training. Einen Speicherort in Europa nennt bisher nur OpenAI, und das nur für bestimmte Firmenkunden.
Gibt es Claude in Deutschland?
Ja. Deutschland, Österreich und die Schweiz stehen auf der offiziellen Länderliste von Anthropic. Claude funktioniert im Browser, als App für Windows und Mac sowie auf dem Handy, die Oberfläche gibt es auf Deutsch. Die Sprache für den Sprachmodus stellst Du unter Einstellungen > Allgemein > Stimme ein. Die Agenten-App Claude Duet gibt es bisher nur in den USA.
Ist Claude oder ChatGPT besser zum Programmieren?
Zum Programmieren empfehlen wir Claude. Claude Code ist mit den Claude-Modellen aus unserer Erfahrung deutlich stärker als Codex von OpenAI und ab Claude Pro enthalten. In den bezahlten Tarifen behält Claude außerdem deutlich mehr Code auf einmal im Blick. Codex gibt es dafür schon im kostenlosen ChatGPT-Tarif in begrenzter Menge.
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